Was ist Homöopathie

 

Homöopathie ist eine Heilkunst. Es geht in der Homöopathie nicht darum, standardisierte Lösungen für typische gesundheitliche Probleme zu finden, sondern spezifische Therapieansätze für individuelle Manifestationen von chronischen und akuten Krankheiten.

 

Im Zentrum der Homöopathie steht das Ähnlichkeitsgesetz ("homoios" griech. =ähnlich, "pathos" griech. =Leiden). Es ist eine  Beobachtung von Naturgesetzmässigkeiten, daß ein Arzneimittel, daß bei einem Gesunden bestimmte Symptome erzeugt, diese bei einem Kranken heilen kann (lat. similia similibus curentur). Hierbei ist aber nicht nur die Hauptbeschwerde entscheidend. Wenn zehn Menschen mit einer Depression zum homöopathisch arbeitenden Arzt kommen, kann es sein, daß alle zehn eine andere Arznei bekommen, weil die Art und Weise wie sich bei jedem dieser zehn Menschen die Depression ausgeprägt hat, individuell unterschiedlich ist.

 

Bevor eine homöopathische Arznei verschrieben werden kann, muss ihre Wirkung an gesunden Testpersonen geprüft werden (sogenannte Arzneimittelprüfung), um festzustellen, gegen welche individuellen Beschwerden sie als Heilmittel eingesetzt werden kann.

 

Die Verträglichkeit verdanken die homöopathischen Arzneien dem speziellen Herstellungsprozess der Arzneien, dem schrittweisen Verdünnen und Potenzieren.

 

Häufig wird der Begriff "Homöopathie" von Laien - aber auch von vielen Ärzten – mit unterschiedlichen Therapieverfahren wie z. B. Bachblüten, Bioresonanzmethode, Pflanzentherapie, Schüssler-Salze, Biofeedback usw. in Verbindung gebracht. Die sogenannte "klassische" Homöopathie, wo Arzneitmittel nach dem Ähnlichkeitsgesetz verschrieben werden, unterscheidet sich jedoch durch die Anwendung dieser Gesetzmässigkeit von den anderen Therapieformen.